Chiara


Co-Trainerin Welpen-, Junghund- und Erziehungskurse
Kursleiterin Anti-Jagdtraining

Meine Ausbildung

Hunde üben seit jeher eine grosse Anziehung auf mich aus. Als Kind habe ich jeweils meine Nachbarin abgepasst, wenn sie mit ihrem Hund spazieren ging und während andere Kinder Abenteuergeschichten hören wollen, konnte ich mich stundenlang in Hunderassenbücher vertiefen.

Als ich meinen ersten Hund bekam und durch ihn noch mehr Bücher las, Kurse und Seminare besuchte, verstärkte sich mit zunehmendem Wissen die Faszination für diese spannenden Tiere. Bei meiner Arbeit als Führungsleiterin in einem Tierpark merkte ich zudem, dass mir das Lehren viel Spass macht. Ich freute mich, wenn ich das Interesse der BesucherInnen wecken konnte sie sich am Ende fasziniert und mit neuem Wissen im Gepäck verabschiedeten. Gleichzeitig sah ich bei den Hundetrainings im Verein ein grosses Verbesserungspotenzial. Oft war das Training defizit-orientiert, Lob und Anerkennung für die Leistungen der Mensch-Hund-Teams waren rar und die Geduld der TrainerInnen liess manches Mal zu wünschen übrig.  Mein Wunsch selbst Hundetrainerin zu werden entspringt also einer Kombination aus Freude am Lehren und der Ambition aus den Fehlern, die ich selbst erlebt habe, zu lernen.

2015 habe ich die Ausbildung zur Gruppenleiterin SKG beim Zürcher Hundeverein absolviert und dabei auch Rafael kennengelernt. Danach habe ich mein Studium in Umweltingenieurwesen begonnen und wann immer die knappe Zeit und finanziellen Möglichkeiten es zuliessen Weiterbildungen und Seminare besucht. Oft habe ich aber auch Bücher gelesen und online Studien und Fachartikel verschlungen. Für meine Bachelorarbeit habe ich in praktischen Tests untersucht, ob man Hunde mit ihren feinen Nasen dafür einsetzen könnte, invasive Ameisen aufzuspüren.

Einige der Weiterbildungen die ich gemacht habe sind zum Beispiel:

  • Methoden-Dschungel im Hundetraining bei Heike Westedt
  • Do-As-I-Do bei Claudia Fugazza
  • Anti-Jagdtraining Onlinekurs bei Pia Gröning
  • Scent for Six: eine halbjährige Online-Ausbildung im Bereich Nasenarbeit in Theorie und Praxis von der School of Canine Science

Meine Hunde

Calypso
Als ich mich endlich durchsetzen konnte und 2005 unser erster Hund einzog, war mein Glück perfekt. Calypso war ein silbergrauer Kleinpudel und wohl das Beste, was einem Hundeanfänger passieren kann. Er war die perfekte Mischung aus freundlicher Gelassenheit, pudeltypischer Fröhlichkeit und Power. Er hat jeden Blödsinn mitgemacht und sein Lebensmotto war wohl «Mittendrin statt nur dabei!». Angefangen haben wir mit Welpen- und Junghundestunden und ich war unglaublich stolz auf seine schnelle Auffassungsgabe. Er hat in mir die Freude für den Hundesport geweckt und wir sind durch die vielen gemeinsamen Aktivitäten sehr eng zusammengewachsen. Wir haben jedes Military in der Region besucht, waren im Hundesportverein in der Sparte SpassSport aktiv und haben Frisbee gespielt. Ausserdem haben wir diverse Seminare zu unterschiedlichsten Themen besucht. Mit 11 Jahren hat er noch das Konzept von Do-As-I-Do gelernt und wir hatten viel Spass bei diesem Training. Er starb mit 13 Jahren an einem Herzfehler.

Tina
Vor Tina war ich kein Fan von Schosshündchen, im Gegenteil. Als Kind hätte ich am liebsten eine Deutsche Dogge gehabt. Aber als 2013 meine Grosstante starb und uns ihren Toypudel überliess, musste ich viele meiner Vorurteile über Bord werfen. Dieser kleine Hund hatte in seinem Leben schon einiges mitgemacht und die Spuren davon sind auch heute noch deutlich zu sehen. Aber sie ist eine Kämpferin und hat eine Entwicklung durchgemacht, die ich für den damals bereits 7-jährigen Hund mit dieser Vergangenheit nicht für möglich gehalten hätte. Tina hat mich gelehrt Geduld zu haben und nichts für selbstverständlich zu nehmen. Sie hat mir auch gezeigt, dass der Erfolg im Hundetraining immer an der Ausgangslage gemessen werden muss und nicht an irgendwelchen Regelwerken. Mit Tina hätte ich nie an einer Hundesportprüfung teilnehmen können und das war auch nicht unser Ziel. Heute bin ich unglaublich stolz auf die etwas ver-schrobene Diva, die nun auch schon in die Jahre gekommen ist.

Dayra
Dayra fegt durch ihr Leben wie eine Abrissbirne. Mit ihrer schnellen und impulsiven Art hat sie sich schon mehrfach in Gefahr gebracht und ihrem Umfeld einige unbeabsichtigte Schrammen verpasst. Daher kommt auch ihr Kosename „Monster“. Anfang 2019 kam sie mit knapp 18 Monaten zu mir, nachdem sie aus Spanien in die Schweiz importiert wurde und bereits zweimal zurück im Tierheim landete, weil die neuen Besitzer überfordert waren. Sie war genau die Herausforderung, die ich gesucht hatte, um nach Calypsos unerwartetem Tod wieder auf dem Damm zu kommen. Dayra ist ein English Pointer-Mix, ein Jagdhund der für seine Ausdauer, Schnelligkeit und die enge Bindung an seine Besitzer bekannt ist. Dieser Hund ist eine völlig neue Erfahrung für mich und ich werde wohl auch in Zukunft noch viel von ihr lernen. Sie ist eine ziemliche Handvoll, aber sie ist ein Glücksgriff. Wir haben das vergangene Jahr über hart für einen zuverlässigen Appell und die Kontrolle am Wild trainiert. Ausserdem arbeite ich mit Dayra an ihrer Ausbildung zum Artenspürhund, wir machen Dummyarbeit, Longieren und Tricktraining.

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